Kaypingers Whiskyblog

70° Proof, 26 2/3 Fl.OZ
Blair Athol 8yo vs Tormore 10yo

Mit dem Jahr 1980 wurden in UK die Angaben des Alkoholgehalt von PROOF in %Vol. abgeändert und die Mengenangabe 26 2/3 Fl.oz (Fluid ounce / Flüssigunze) wurde mit 0,75L gleichgesetzt. Unsere heutigen Kandidaten haben noch die alte Bezeichnung auf dem Label. Lassen wir uns überraschen, was der 8-jährige Blair Athol Highland Malt und der 10-jährige Tormore Speyside Malt zu bieten haben.

Blair Athol wurde 1798 von John Stewart und Robert Robertson als Aldour Distillery gegründet. Der Name des sehr kleinen Flusses Allt Dour diente als Namensgeber. Nach einer Erweiterung der Destille im Jahre 1825 gab James Robertson ihr den Namen Blair Athol. 1882 kaufte Peter Mackanzie die Brennerei. Nach der Schließung in 1932 wurde Blair Athol 1933 von Arthur Bell & Sons Ltd. aufgekauft, jedoch erst 1949 renoviert und wieder eröffnet. 1973 wurde die Anzahl der stills von zwei auf vier ausgebaut. Im Jahr 1985 kaufte United Distillers Blair Athol und eröffnete 1987 ein Besucherzentrum. Heute befindet sie sich somit im Besitz von Diageo.


Tasting notes


Blair Athol 8y ~1970er - OB, De Luxe Highland Malt, red `F.T. House of Bells`, 26²/³ Fl.OZ, 70° PROOF - 40%
89

Farbe: 
Blasses Gold
Nase: 
Leder, Wachs und fruchtig-salzige Limette! Dazu Aromen von Bergamotte, Vanille, Seil und staubigem Pappkarton.
Geschmack: 
Auch hier ein fruchtig-würziger Start. Ein weiches Mundgefühl, jedoch mit ordentlicher Würze liegt auf. Frische Fruchtnoten von Limette, sanftem Zitronensaft, Mirabelle und saftig, gelber Pflaume. Pulsierende Akzente von Eukalyptus und Minze in Kombination mit fadem Leder und einer nicht zu süßen Honignote stehen im Geschmack.
Finish: 
Max. mittellang und eigentlich mit den Geschmacksnoten ausklingend. Immer noch frisch und weich mit Eichenholz, Leder, Pappe, etwas Kohle und leckerem Honig.
89 Punkte
N: 88P / G: 89P / F: 89P



Tormore 10y ~1970er - OB, Speyside Malt Scotch Whisky, white screw cap, 26²/³ Fl.OZ., 70° PROOF - 40%
89
Farbe: 
Strohgelb
Nase: 
Pralle Honigwaben mit viel würzigem Leder stehen im Glas an. Wachsartig dick und mit weicher Vanille, sowie mit leicht grünen Akzenten von Avocados und Apfel garniert. Ja, sogar leicht stechend scharf in der Nase, mit grobem Salz, Aromen von grüner Paprika und untergeordnet Pflaumenaromen.
Geschmack: 
Sehr weich am Gaumen mit nur dezenter Würze und viel flüssigem, süßem Honig. Die gelb-grünen Fruchtnoten verlaufen sich im satten Honigsog. Mit frischer Minze und trockenem Eichenholz geht es hin zum Finish. Ein schöner und harmonischer Geschmack, der nahtlos in den Abgang reicht.
Finish: 
Mittellang - immer noch recht süß (kein Zucker, nur die volle Honigsüße), mit Vanille, Wachs, Sahne, Mirabelle und weicher Limette. Unterläufig milde Kräuter und Anklänge von Holz, sowie trockenem Pappkarton.
Insgesamt jedoch etwas unrunder als noch vorhin im Geschmack.
Bemerkung:
Weicher Honig dominiert diesen Malt!
89 Punkte
N: 89P / G: 90P / F: 88P