Kaypingers Whiskyblog

200 Years of Lagavulin 2016
Die Letzte !


Heute nun die beiden letzten Feiertagsabfüllungen zum 200. Geburtstag von Lagavulin. Wir sind happy diese nun auch noch probieren zu dürfen.
• 15 Jahre, (2001-2016), OB, Private Collection mit 54,2% 
• 24 Jahre, (1991-2016), OB Charity Bottling mit 52,7%


Tasting notes

Lagavulin 15y - 01-16 - OB, 200th Anniversary, Private Collection #9554, 260btl - 54,2%
90

Farbe:

Weißwein / Fino Sherry
Nase:
Dumpf-cremiger Torf-Sud mit integrierten Leder- und Stroharomen. Honigsüßer Fruchtbrei mit grünen Früchten (Limetten und Mango), Vanille und Rauch mit unterlegten Mandeln – kein Extrem in der Nase, weder Rauch & Torf, noch die sonst so vorherrschende maritime Salzigkeit. Aromen von Jod geht man gänzlich suchen.
Geschmack:
Fruchtig, würzig und mit viel aufbauend süßem Charakter startend. Danach drücken sich Kräuternoten immer mehr in den Vordergrund. Immer torfiger und jetzt auch etwas maritimer werdend, wobei die Vanille hervorsticht.
Finish:
Mittellang – Torf, Rauch, cremig-grüne Früchte, jedoch noch immer mit recht wenig Würze. Gegen Ende kommen Noten von Quark/Joghurt und rauchige Akzente hinzu – süßer Torfsud mit Vanille klebt auf der Zunge.
Bemerkung:
Der Geschmack ist recht cremig und kompakt und mit vollem Körper, jedoch bleibt die Aromen-Ausbeute etwas beschränkt. „Was drin ist, ist gut...“ – ohne jegliche Fehltöne.
90 Punkte
N: 90P / G: 91P / F: 90P




Lagavulin 24y - 91-16 - 200th Anniversary Charity Bottling, Sherry Butt, 522btl - 52,7%
92

Farbe:

Amontillado Sherry
Nase:
Fetter Sherry der mit mächtigen Lederaromen durchzogen ist. Leichte „farmy notes“ mit Pappe, Torf, Pfeffer und einer maritimen Honigsüße. Jod, Orangenlikör, Asche, Bleistiftmine sowie Karamell und nasse Erde.
Geschmack:
Cremig dick und sofort voluminös aufbauend. Orange, Pfeffer, maritimes Salz, Jod und feines Eichenholz liegt am Gaumen an. Dazu Leder, Schokolade, Humidor (Zigarren), wieder prickelnde Salzkörner und Anklänge von Menthol. Frisch und hin zum Finish angenehm trocken werdend. Die süße Honignote läuft untergründig mit. Noten von Zigarren und Humidor sind durchgehend präsent.
Finish:
Doch noch recht lang – Schokolade, Honig, Torf, nasse Kohle, Jod, Pfeffer, altes Schiffstau und Pappe, fein trocken ausklingend. Kein Monsterfinish, eher der filigrane Lagavulin.
Bemerkung:
Dieser Malt benötigt sehr viel Zeit. Auch beim Finish! Zu Beginn ist der Abgang eher kurz und wenig präsent. Nach längerem Durchatmen ändert er sich komplett – dann passt’s!
92 Punkte
N: 92P / G: 93P / F: 92P



Danke Emmanuel (The Auld Alliance, Singapor) und Danke Ronny für das Charity Sample…
Somit haben wir alle Sonderabfüllungen zum 200. Anniversary der Lagavulin Brennerei probiert und bewertet. Alle Abfüllungen waren durch die Bank mehr als nur gelungen.
Fazit: Die Teuerste war nicht die Beste und die Preiswerteste nicht die Schlechteste